Digital Detox für Familien: Gemeinsame Auszeit von Bildschirmen

Spielekonsole, Computer, Fernseher oder Handy – im hektischen Alltag verbringen sowohl Kinder als auch wir Eltern jede Menge Zeit vor den Bildschirmen. Sei es zum Arbeiten, schnell Informationen zu erhalten, zum Spielen oder als Ablenkung. Vielleicht zählt auch zu euren Neujahrsvorsätzen: Weniger Bildschirmzeit? Digital Detox für die ganze Familie kann eine erfrischende und bereichernde Erfahrung sein. In diesem Artikel erhältst du eine Anleitung für eine erfolgreiche digitale Auszeit und deren Vorteile.

Inhaltsverzeichnis

Warum eine digitale Auszeit nehmen?

Bildschirme sind zu unseren ständigen Begleitern geworden. Das beginnt bereits im Kleinkindalter. Einmal in Ruhe essen können, schon wird dem quengeligen Kleinkind die Lieblingsserie angeknipst. Doch was als Ausnahme gedacht und Lösung in der Not angesehen wird, kann rasch zur Gewohnheit werden. Daher gilt es lieber heute als morgen den sich anbahnenden Teufelskreis zu durchbrechen.

Besonders im Winter sind die Tage noch kurz, das Wetter kalt und nicht immer einladend für Aktivitäten im Freien. Der Griff zu Handy, Fernbedienung und Controller passiert dadurch beinahe automatisch und noch schneller als sonst. Umso wichtiger ist es sich einmal bewusst von den flimmernden Bildschirmen zu distanzieren und den Fokus auf echte, persönliche Verbindungen zu legen. Weniger Zeit vor dem Bildschirm bedeutet nämlich gleichzeitig auch mehr Zeit für die Familie.

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So funktioniert der digital Detox:

  1. Kommunikation ist der Schlüssel! Sprich mit deiner Familie über das Vorhaben „Digital-Detox“. Tauscht euch über die Idee, die Vorteile und auch Nachteile aus. Versuche vor allem die Kinder mit einzubeziehen. Denn nur, wenn die ganze Familie mitmacht, funktioniert die digitale Auszeit ohne Stress.  
  2. Stellt gemeinsame Regeln auf. Ganz ohne Bildschirm zu leben, das ist in der heutigen digitalen Welt kaum möglich. Auch für deine Kinder haben die Medien und virtuelle Spiele eine Bedeutung gewonnen. Deshalb versucht nicht von heute auf morgen radikal alles wegzulassen. Überlegt stattdessen Regeln, durch die ihr den Konsum zwar stark reduziert, aber sich noch immer jeder wohlfühlt. Statt drei Sendungen am Abend gibt es beispielsweise nur noch eine.
  3. Überlegt euch Alternativen. Anstelle am Nachmittag oder Abend an der PlayStation zu zocken oder zum fünften Mal die gleiche Folge zu schauen, könnt ihr die Zeit anderweitig nutzen. Gemeinsam! Wie wäre es mit einem Spielenachmittag? Die guten alten Brettspielklassiker machen jede Menge Spaß! Schaut gerne auch in unserem Artikel „Kooperationsspiele für die ganze Familie“ vorbei, hier haben wir tolle Spiele für verschiedene Altersgruppen gesammelt.
  4. Entdeckt gemeinsam die Natur. Wie wäre es mit einem Spaziergang durch den Park? Selbst im Winter, wenn es wettertechnisch nicht unbedingt die schönste Jahreszeit ist, kann man an einem kalten, sonnigen Wintertag draußen viel erleben. Weitere Ideen, was ihr im Winter drinnen und draußen erleben könnt, findet ihr hier „Ausflugsideen für den Winter“. Und falls das Wetter gar nicht mitspielt findet ihr in unserem Artikel „10 Indoor Aktivitäten für regnerische Tage“ ein paar tolle Ideen.
  5. Erschafft eine „Digital Detox Box“. Damit es euch allen leichter fällt, die Zeit abseits des Bildschirms zu gestalten, kommen wir nochmal auf Punkt 1) zurück. Bastelt euch eine „Digital Detox Box“. Hier darf jeder drei Ideen und Wünsche zur Freizeitgestaltung einwerfen. Wenn ihr dann an einem Tag so gar nicht weiter wisst und es euch in den Fingern juckt, dann zieht ihr einen Zettel aus der Box und habt direkt eine Idee, was ihr gemeinsam machen könnt. Achtet jedoch darauf, dass auch Ideen dabei sind, die „spontan“ umgesetzt werden können. Beispielsweise eine Höhle bauen und Traumreise darin veranstalten.

Fünf Vorteile einer digitalen Auszeit:

  1. Förderung der Kommunikation. Wie oft passiert es im Alltag: Du holst deine Kinder von der Kita oder Schule ab, aufgeregt erzählen sie dir vom Alltag. Plötzlich macht das Handy „bing“. Schnell wird die Nachricht gecheckt. Während der Nachwuchs weitererzählt, hörst du nur noch mit einem halben Ohr zu. Die ständige Nutzung digitaler Geräte kann dazu führen, dass persönliche Gespräche und Interaktionen vernachlässigt werden. Eine digitale Auszeit schafft Raum für echte, persönliche Kommunikation. Die Familie kann sich ohne Ablenkungen austauschen und wirklich zueinander finden.
  2. Stärkung der Familienbindung. Durch die digitale Auszeit rücken gemeinsame Aktivitäten viel stärker in den Vordergrund. Statt: „Welches Spiel spiele ich als nächstes?“ lautet die Frage eher: „Was können wir heute machen?“. So rücken bereits gedanklich die anderen Familienmitglieder in den Vordergrund. Gemeinsame Zeit bei einem Spielenachmittag verbringen, gemeinsam kochen oder einen Ausflug unternehmen, schafft neben Erinnerungen auch ein „Wir“-Gefühl.
  3. Reduzierung von Stress. Die ständige Erreichbarkeit, die Frage: Verpasse ich gerade etwas? Hat XY meine Nachricht schon gelesen? Löst in uns vor allem eines aus: Stress! Handy und digitale Medien einmal bewusst beiseitelegen, hilft zu entspannen, Stress abzubauen und den Fokus auf das Hier und Jetzt zu richten.
  4. Kreativität wird gefördert. Kinder müssen nicht dauerhaft beschäftigt und abgelenkt werden. Langweile schadet keinem Kind, ganz im Gegenteil. Langweile fördert die Kreativität. Schnell wird die Fantasie angeregt und neue Spielideen entstehen. Natürlich kann die medienfreie Zeit auch ideal für ein Bastel- oder DIY-Projekt genutzt werden.
  5. Besserer Schlaf. Wer am Abend vor dem Schlafengehen vor dem Bildschirm sitzt oder noch am Smartphone aktiv ist, schläft schlechter! Das Einschlafen sowie durchschlafen wird schwieriger. Daher wirkt sich die digitale Auszeit auch positiv auf das Schlafverhalten aus. 

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